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 Vier Schnelltestzentren in der Verbandsgemeinde am Start

  Nach einer schier endlos erscheinenden Zeit des Wartens wurden die sehnlichst herbeigewünschten Corona-Schnelltests endlich Ende der neunten Kalenderwoche in ausreichender Anzahl vom Bund über die Länder an die Kommunen ausgeliefert. Mehr als 300 der angepeilten 450 Corona-Schnelltestzentren (STZ) auf Landesebene waren zu diesem Zeitpunkt in der finalen Vorbereitung oder bereits einsatzbereit. Eine hinreichende Zahl Freiwilliger des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), allesamt speziell geschulte ehrenamtliche Ersthelfer der DRK-Ortsvereine Münchweiler und Winnweiler, standen schon kurz nach einer entsprechenden Anfrage der Verbandsgemeinde Winnweiler, Betreiber und Träger der STZ, ohne zu zögern spontan Gewehr bei Fuß. So konnten in der Kalenderwoche zehn gleich alle vier STZ an den Start gehen. In Börrstadt, Winnweiler, Imsbach und in Münchweiler, wo für die VG Winnweiler im örtlichen Bürgerhaus am Montag, 8. März – zusammen mit dem landesweiten Start unter dem Slogan „Testen für Alle“ -, der Ausgangspunkt war

  In der Zeit von 16 bis 19 Uhr herrschte hier reger Andrang. „Wir haben hier heute zum Auftakt zehn Freiwillige im Einsatz, wollen zunächst einmal sehen, wie das Ganze läuft, wo es eventuell noch hakt, was im Ablauf vielleicht verbessert werden könnte“, so Siegfried „Siggi“ Nurmuhamed, weithin bekannter ehrenamtlicher DRK-Bereitschaftsleiter und vom Land bestellter Gesamtleiter der vier barrierefreien STZ in der VG Winnweiler. Jochen Lunk, Vorsitzender des DRK Münchweiler, zeigte sich positiv überrascht von der Vielzahl derer, die getestet werden wollten. „Das ist ja heute das erste Mal in der gesamten VG Winnweiler überhaupt, dass wir das anbieten und wir hatten gleich 62 Testpersonen im Alter zwischen 25 und knapp 84 Jahren, die zudem ausnahmslos alle negativ waren. Ein Auftakt nach Maß! Wir verwenden hier ausschließlich die neue Generation der sogenannten Point-of-Care-Antigen-Tests (PoC-Test), welche kein unangenehmer, weil tief eindringender Nasen-Rachen-Abstrich mehr sind, sondern minimalinvasiv lediglich etwa zwei Zentimeter in die Nase eindringen und dort die Probe an der Naseninnenwand entnehmen“, erläuterte Lunk. Die Testungen gingen sehr diszipliniert, unaufgeregt und unter strikter Beachtung der AHA-Regeln – gleichermaßen für Personal und zu Testende – vonstatten. Zunächst die Anmeldung direkt am Eingang mit mobiler Plexiglas-Tischtrennwand und Einmal-Kugelschreibern (der Ausgang befindet sich coronakonform an anderer Stelle). Dann zu einer der drei Teststationen, wobei der Tester einen Ganzkörperschutzanzug mit FFP2-Mund-Nasen-Maske, Gummihandschuhen und einer belüfteten JSP-Schutzbrille trägt. Parallel dazu werden die jeweilig zugehörenden Daten dokumentiert. Im Anschluss wartet der Getestete abseits und mit Sicherheitsabstand oder – noch besser – im Freien, bis sein (hoffentlich negatives) Ergebnis nach längstens 20 Minuten vorliegt und ihm in schriftlicher Form und amtlich gültig ausgehändigt wird.

  Zur Eröffnung des ersten STZ in der VG Winnweiler waren eigens die Bürgermeister Rudolf Jacob und Christoph Stumpf in das Münchweilerer Bürgerhaus gekommen. „Mein Dank gilt allen voran den 27 DRK-Mitgliedern der beiden Ortsvereine Münchweiler und Winnweiler, die sämtliche Termine und alle Schnelltestzentren in den vier Ortsgemeinden Münchweiler, Winnweiler, Börrstadt und Imsbach personell besetzen – ohne Frage eine große Herausforderung, mentaler wie physischer Natur - und all das ehrenamtlich und unentgeltlich! Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den vier Gemeinden und ihren Gemeindespitzen für die kurzfristige, spontane wie unbürokratische, vor allem aber kostenfreie Zurverfügungstellung der notwendigen Räumlichkeiten“, hob Jacob hervor. „Ich bin sehr beeindruckt von der hohen Nachfrage. Ehrlich gesagt, hatte ich mir ein wenig Sorgen gemacht, ob auch genügend Leute kommen würden. Aber gleich am ersten Tag 62 Testpersonen überwiegend aus Münchweiler, aber auch aus den umliegenden Ortschaften, wie etwa Gonbach oder Lohnsfeld, ist fraglos aller Ehren wert und dann auch noch kein Einziger positiv. Ich hoffe, dieser Trend setzt sich so bei uns und natürlich in den übrigen drei Gemeinden bei den kommenden Terminen der nächsten Wochen fort“, zeigte sich Stumpf hocherfreut.

(Siehe auch "Winnweiler Rundschau", KW11.)

Kontakt

  • Siegfried Nurmuhamed, Gesamtleiter (# -22 47, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Jochen Lunk, stellvertretender Gesamtleiter (# -60 96 96, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Schnelltestzentren

geöffnet jeweils von 16 bis 19 Uhr

  • montags Münchweiler, Bürgerhaushalle (Bahnpfad 1)
  • dienstags Börrstadt, Gemeindehalle (Siedlerstraße 12)
  • mittwochs Winnweiler, Bürgermeister-Simon-Haus (Schlossstraße 53)
  • donnerstags Imsbach, Gemeindehalle (Gienanthstraße 36)
  • freitags Sippersfeld, Dorfgemeinschaftshalle (Sportplatzstraße 5)
  • samstags Münchweiler, Bürgerhaushalle (Bahnpfad 1)

Hinweise

  • eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich
  • der Bundespersonalausweis ist mitzubringen und vorzulegen
  • persönliche Daten werden erhoben, der Datenschutz strikt beachtet
  • jeder Einwohner der VG Winnweiler kann alle vier STZ nutzen
  • der Naseabstrich erfolgt minimalinvasiv nur etwa zwei Zentimeter tief
  • jedem Symptomfreien steht ein kostenfreier Test pro Woche zu

Online: Dienstag, 9. März 2021

 

 Die Initiatoren und Protagonisten der vier Schnelltestzentren in der VG Winnweiler (v. li.): Gesamtleiter Siegfried Nurmuhamed, stellvertretender Gesamtleiter Jochen Lunk, die Bürgermeister Rudolf Jacob und Christoph Stumpf

Eine der beiden Anmeldestationen mit mobiler Plexiglas-Tischtrennwand. Bei der Aufnahme der Testpersonen kommen ausschließlich vorab desinfizierte Kugelschreiber zum einmaligen Gebrauch zur Verwendung

 

Zwei der drei vorgehaltenen Teststationen mit genügend Abstand und aufstellbaren Plexiglas-Trennwänden. An den Tischen rechts erfolgt parallel zur Testung die schriftliche Dokumentation und anschließende Auswertung 

Jochen Lunk, Vorsitzender des DRK Münchweiler, macht bei einer Testperson einen Nasenabstrich, wobei hierbei minimalinvasiv lediglich nur noch etwa zwei Zentimeter tief in den Naseninnenraum eingedrungen werden muss