Pfälzerwald-Verein mit nachahmenswerter wie zukunftsgerichteter Aktion

  Die Pfälzerwald-Verein Ortsgruppe Münchweiler mit seinem langjährigen ersten Vorsitzenden Dieter Moll an der Spitze erregte unlängst mit einer exemplarischen Aktion zum Umweltschutz allgemeine Aufmerksamkeit, wobei zwei identische Infotafeln erstellt und wirkungsvoll positioniert wurden. Aber der Reihe nach:

  Der passionierte Hobby-Wanderer Theo Bundenthal unternahm im Herbst letzten Jahres zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter eine Wanderung in der Rhön, einem großen Mittelgebirge im Länderdreieck Bayern/Hessen/Thüringen. Hierbei fiel Bundenthal eine Infotafel unter dem ungewöhnlichen Slogan „‚Pilze‘, die schlecht für die Natur sind“ ins Auge. „Ich dachte gleich, das wäre doch sicher ebenso geeignet für die Region rund um unseren Hausberg Hohlstein“, sinnierte Bundenthal und fotografierte das Kunstwerk. „Sofort als ich das Foto sah, war mit klar, dass die Aussage dieser Infotafel, welche die zunehmende Umweltvermüllung gerade in Wäldern anprangert, sich exakt mit unserer Vereinsphilosophie deckt. Bei Spaziergängen oder Wanderungen achtlos liegengelassene oder weggeworfene schwer oder gar nicht verrottende etwa Blechdosen, Plastikflaschen oder Pappbecher und Zigarettenkippen, sind fraglos nicht unser Ding und widersprechen gänzlich unserem Bestreben, einer dauerhaften Erhaltung der Natur und einem ausgeprägten Umweltbewusstsein“, konstatierte Moll. Der Kontakt zum Initiator und Protagonisten der nachdenklich stimmenden wie durchaus geistreichen Tafel, Manfred Schneider aus dem thüringischen Eisenach, war schnell hergestellt und seine Erlaubnis, die Idee des Kunstwerks in seinem Sinne und unkommerziell zu verwenden, war nur eine pro forma-Sache.

  Nach erfolgtem Vorstandsbeschluss wurden zwei dieser Infotafeln (jeweils 100 x 60 cm) bei der Firma Weber Werbetechnik, Winnweiler – OT Langmeil, in Auftrag gegeben und durch die stets (und oftmals hinter den Kulissen, dafür nicht minder effektiv) regen PWV-Mitglieder Peter Mast und Ulli Michel zum einen direkt an der Hohlsteinhütte und zum anderen an der sogenannten „Wegspinne“ im Münchweilerer Kirschgarten, von der aus man Gonbach, Münchweiler, Neuhemsbach und den Sippersfelder Weiher erreichen kann, fachgerecht und gut sichtbar aufgestellt. „Hierfür ergeht der Dank sicher aller Wanderer, PWV-Mitglieder und mein ganz persönlicher an die Vereinskameraden Mast und Michel, genauso aber an den Münchweilerer Ortsbürgermeister Christoph Stumpf und den Sippersfelder Revierförster Dieter Gass für ihre spontane wie unbürokratische Bereitschaft zur Unterstützung der Aktion“, hob Moll hervor.     

  Ortsbürgermeister Christoph Stumpf zeigte sich ebenfalls hocherfreut über diese sinnvolle Aktion. „Wenn nur jeder Zweite, der an einer der beiden Tafeln vorbeikommt, diese liest und vielleicht jeder Dritte dadurch sensibilisiert und zu einem besseren Umweltbewusstsein animiert werden kann, haben sich Investition und Aufwand schon jetzt mehr als gelohnt. Besonders an der ‚Wegspinne‘ kommen ja bekanntermaßen viele Wanderer vorbei. Die dortige Tafel wurde übrigens just an den Baum platziert, den ich bei meiner Wahl zum Ortsbürgermeister 1999 zum Amtsantritt dort selbst gepflanzt habe. Eine Tatsache, die nach so vielen Jahren allerdings kaum noch jemand bekannt sein dürfte, also von daher ein purer Zufall“, erläuterte der Ortschef.

Kontakt:

  • Pfälzerwald-Verein
  • Ortsgruppe Münchweiler
  • erster Vorsitzender Dieter Moll
  • Friedhofstraße 20
  • Tel.: -/57 55
  • Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fotos (2): PWV/frei

(Siehe auch "Winnweiler Rundschau", KW20.)

Online: Freitag, 13. Mai 2022

 

Eine der beiden kürzlich von den stets regen PWV-Mitgliedern Peter Mast und Ulli Michel unmittelbar an der Hohlsteinhütte zu Umweltschutzzwecken aufgestellte Infotafel; im Hintergrund die Ortslage Münchweiler

Die Infotafeln listen ein Dutzend verschiedene unsere Umwelt gefährdenden schädliche Eindringlinge mit ihrer teils sehr langen "Lebensdauer" auf; ihre Namen sind bewusst an echte Pilzarten angelehnt